Herren 2 - zurück auf der Siegerstrasse!
Nach der wiederholten Niederlage im Entscheidungssatz, mussten wir im ersten Training der Woche kurz in uns gehen. Das Hallenlicht passte sich unserer Stimmung an und leuchtete so semi – kurz und gut, wir hatten eine hellbeleuchtete Hallenhälfte und eine dunkle Seite. Nach etwas Eingewöhnungsphase funktionierte das Training aber auch unter diesen Umständen gut. Mit Baggiolini, Schopfer und Gunesh fehlten aber nach wie vor drei nominelle Aussenangreifer angeschlagen. Zumindest Schopfer sollte für das Spiel aber wieder fit sein.
So standen wir am Samstag zu zehnt in der grossen Halle in Aarberg. Da Etienne in der NLB blockte, durften wir wiederum auf die Dienste von Baumann zählen. An diesem Samstag hatte Schöni – unser Dauergast auf der Aussenposition – endlich seinen Einsatz in der Startaufstellung. Er dankte dies mit einer Mischung aus Routine und Spektakel. Ansonsten starteten wir mit einer jungen Aufstellung, in welcher nur Captain Weber – neben Schöni – noch durch einen 1900er Jahrgang herausstach. Die Eingewöhnung an die grosse Halle, wir spielten längs über zwei Hallen, gelang uns vorzüglich, und so hatten wir schon sehr bald einen grossen Vorsprung herausgespielt. Irgendwann nach Satzmitte gab es unseren obligaten Doppelwechsel, welcher innert Sekunden 50 Jahre Volleyball-Erfahrung aufs Feld brachte. Nachdem wir Aarberg drei Punkte in Serie zugestanden hatten, fand aber auch diese Aufstellung ihren Rhythmus und so war der 25:16-Satzsieg reine Formsache.
Wieder mit der Startaufstellung ging es in den zweiten Spielabschnitt. Aarberg hatte sich nun ein bisschen besser auf unser Spiel eingestellt, und so kam es zu längeren Ballwechseln. Das Heimteam versuchte sein Glück vermehrt über Angriffe aus dem Rückraum und kurzen Services, welche uns vorerst mehr Probleme bereiteten als uns lieb war. Je länger der Satz dauerte, desto besser stellten wir uns aber auf das Spiel ein, und so führten wir schon bald wieder deutlich. Nach wie vor war unsere Annahme stabil genug, dass wir über sämtliche Positionen angreifen konnten. Mit 25:17 lieesen wir auch in diesem Abschnitt nichts anbrennen.
Durch den Wechsel auf Pass und Dia kam nun deutlich mehr Erfahrung aufs Feld. Das Spiel entwickelte sich ausgeglichen, mit teils nach wie vor spektakulären Bällen auf beiden Seiten. Ein Spieler des Heimteams fasste sich dann ein Herz, und versuchte die Services von Baumgartner nachzuahmen. Dies tat er überzeugend, weshalb wir in der Annahme etwas aus dem Tritt kamen. Nach erfolgreichem Sideout konnten wir aber schnell wieder aufschliessen. Beim Stand von 17:17 sah Brütsch den Moment gekommen, um wieder einen Doppelwechsel zu vollziehen. Das Spiel blieb knapp. Als dann besagter Service-Spieler wieder zur Grundlinie schritt, schrillten die Alarmglocken – zurecht! Auch der Rückwechsel beim Stand von 23:24 brachte nichts mehr. Wir konnten dem sehr gut platzierten Ball nur noch hinterherschauen. Somit verkürzte das Heimteam mit dem 23:25 auf 1:2 in den Sätzen.
Hatte Brütsch nun das Muffensausen? Keine Ahnung, aber er schickte zumindest die Startsechs wieder aufs Feld. Aarberg schien zufrieden mit dem Gewinn des dritten Satzes, und wir spielten auf gutem Niveau unser Spiel. So richtig viel Gegenwehr kam nicht mehr auf, und so konnten sich sämtliche Akteure noch das eine oder andere Mal spektakulär präsentieren. Mit 25:11 war dieser Satz dann schlussendlich auch eine kurze Geschichte.
Na also, geht doch! Was in den Spielen zuvor meist nicht klappte, war im Seeland kein Problem. Mit guten Services, einer stabilen Annahme, variantenreichem Spiel und einer klaren Wechsel-Taktik hatten wir den Gegner weitgehend im Griff. Dies macht Mut für das Saison-Finale!
Nächsten Samstag, 14. März 2026 empfangen wir um 17:30 Uhr den VBC Thun im Altikofen zum Saisonfinale. Die letzte Gelegenheit Volley Hollywood Papiermühle in Aktion zu sehen.
Volero Aarberg vs. VOPAP H2 1:3 (16:25 / 17:25 / 25:23 / 11:25)
Für VOPAP spielten:
Martin Weber (Captain); Marco Schopfer; Joel Schöni; Damian Baumgartner; Jari Baumann; Philipp Gerber; Jan Winkelmann; Ruslan Hnatyschin; Patrick Salonen; Levi Martin (Libero)
es fehlten: Liridon Berisha (am rappen); Abdulrauf Gunesh (verletzt); Jan Baggiolini (verletzt); Laurent Etienne (NLB)
Coach: Laurent Brütsch