, Volley Hollywood Papiermühle H2

Herren 2 - konstant unkonstant...

Nach der klaren Niederlage gegen Langenthal war das Team von Coach Schulz auf Wiedergutmachung aus. Es zeigte durchaus gute Ansätze, aber leider nicht über die ganze Dauer des Spiels. So resultiert gegen MS Lerbermatt eine ärgerliche 2:3-Niederlage (24:26; 27:25; 25:22; 19:25; 9:15).

Der Aufruf zu höherer Trainingspräsenz schien zu fruchten - am Montag standen wir schon zu sechst in der Halle. Es ist absolut klar, dass es ab und zu Termine gibt, welche sich nicht schieben lassen. Und zusammen mit allen kranken und verletzten Spielern ergibt sich dann die Situation wie auf dem Dokument abgebildet. Es wären eigentlich locker genügend Spieler vorhanden, aber anwesend ist dann halt die Hälfte im Moment - an den Spielen. Die Tatsache, dass die höhere Trainingspräsenz ein wichtiger Schlüssel zu konstanterer Leistung in den Spielen wäre, wirkt sich dann bei den Anwesenden trotzdem irgendwie frustrierend aus.

 
Mit MSL erwarteten wir einen Gegner, welcher ähnlich Langenthal, sehr routiniert und eingespielt ist, im Angriff nicht ganz an Langenthal rankommt aber in der Defense absolut zu überzeugen mag. Auf unserer Seite verschärfte sich der Personalbestand weiter, so waren neben den in Langenthal schon fehlenden Spielern noch Cavin (Ausland) und Hermann (krank) nicht mit von der Partie. Glücklicherweise war Gerber zurück und mit Zimmermann auf aussen gab ein altbekannter VOPAP-Spieler das Comeback des Jahres. Fazit: Wir waren wieder sieben mit Libero, allerdings in diesem Spiel zumindest mit Spielern, welche auf ihren angestammten Positionen spielen durften.


 
Am Spieltag selber kam dann noch die definitive krankheitsbedingte Absage von Hermann. Da auch Salonen grippe-technisch etwas angeschlagen war konnte es ja ein heiterer Abend werden. Einspielen, Einsmashen etc. verliefen gut und wir fühlten uns bereit für die bevorstehende Aufgabe. Der Start ins Spiel verlief dann leider nicht ganz nach Wunsch - zumindest nicht unseren Wünschen. Wir lagen schnell mit 0:3 im Hintertreffen. Die Annahme funktionierte noch nicht so ganz, was sich aber zusehends besserte. So blieb der 3-Punkte Rückstand bis zum 7:10 bestehen. Unser Druck am Service war überschaubar, so, dass der Gegner primär über die Mitte angriff, und dies sehr erfolgreich. Unser Block hatte bisweilen noch sehr wenig Zugriff auf's Spiel. Beim Stand von 10:17 bat uns Schulz an die Seitenlinie zur Manöverkritik. Der Input in der Mitte im Block klarere Aktionen zu machen zeigte sofort Wirkung. Mit den wichtigen Blockpunkten in der Mitte tankte das ganze Team wieder Selbstvertrauen, und so egalisierten wir den Spielstand zum 20:20. Durch den Motivationsschub zogen wir gleich weiter und hatten kurze Zeit später Satzball. Man stelle sich Fussball vor, mit einem Penalty und einem Torhüter mit Gipsbeinen - und der Schütze schiesst am Pfosten vorbei. So, oder so ähnlich war es gestern. Wir verloren den Satz schlussendlich wegen teils haarsträubenden Aktionen unsererseits mit 24:26.
 
Schade! Wir waren uns aber einig, dass da noch was drinliegen müsste. Wenn wir einfach den zweiten Teil des Satzes ohne den Schluss durchziehen würden, dann sollte es durchaus zu einem Erfolg reichen. Es entwickelte sich nun ein ziemlich ausgeglichenes Spiel. Wir konnten über alle Positionen sicher punkten - richtig gut lief es in dieser Phase aber über die Mitte. Das Score schaukelte sich nach und nach hoch. Wir hatten mal zwei Punkte Vorsprung, was aber schon das Höchste der Gefühle war. Es zeigt aber auch, dass beide Teams ihre Aufgaben beim Sideout weitgehend souverän erledigten. So ging es dann weiter bis wir beim Stand von 24:23 einen weiteren Satzball hatten, welcher postwendend abgewehrt wurde. In diesem Satz behielten wir aber die Nerven und konnten mit 27:25 den wichtigen Satzausgleich feiern.
 
Ganz anders startete dann der dritte Satz. Gleich zu Beginn gingen wir mit 3:0 in Führung und konnten den Vorsprung auch verwalten. Dies änderte sich kurzzeitig als wir in ein temporäres Loch fielen. Mit der Auszeit beim Stand von 14:13 schien das grösste Übel aber abgewendet und schon bald bogen wir mit einem 21:16-Vorsprung auf die vermeindliche Zielgerade ein. Was geübten Matchbesuchern in diesem Satz auffiel war sicherlich die nach wie vor hohe Punkteausbeute, welche wir durch die Mitte erzielten, aber leider auch die zunehmenden Missverständnisse auf dem Feld, welche dem Gegner immer wieder einfache Punkte bescherten und unsererseits etwas Verunsicherung auslösten. So kam es, dass wir beim Stand von 22:20 noch einmal einen Anlauf an der Seitenlinie nahmen, welcher dann auch erfolgreich sein sollte. Relativ unspektakulär gewannen wir den Satz schlussendlich mit 25:22.
 
Nun sollte man meinen, dass der Funke vollends übergesprungen sei. Pustekuchen! Die Missverständnisse nahmen weiter zu und auch sonst glänzten wir des öfteren durch einfache Fehler. Auch das Spiel über die Mitte zeigte nun nicht mehr die gewünschte Wirkung, und mit extrem vielen Blockabprallern zermürbten wir uns langsam aber sicher selber etwas. MSL zog schon früh ein paar Punkte davon, welche wir während des ganzen Satzes nicht mehr gutmachen konnten. Anders als in Satz eins, als wir noch einmal ein Comeback hatten, reichte die Substanz im vierten Satz dafür nicht mehr. Mit 19:25 fiel dieser Satz relativ klar aus.
 
Andere Jahre spielten wir gefühlt fast jedes Spiel über fünf Sätze, dieses Jahr war es die Premiere. Wir schienen uns wieder etwas gefangen zu haben vom alles andere als optimal verlaufenen vierten Satz. Und so war MSL zwar kurz in Führung, zum Seitenwechsel hin konnten wir aber mit 8:7 vorlegen. Da lag doch noch was drin?! Kurz darauf glich der Gegner aber zum 9:9 aus um dann gleich davon zu ziehen. Beim Stand von 10:9 sicherten wir uns noch die Führung in der Tabelle der fairsten Teams und gaben brav eine Blockberührung zu. Der Rest ist dann leider wieder weitgehend auf Unzulänglichkeiten auf unserer Seite zurück zu führen. Wir verloren den Entscheidungssatz ohne weiteren Punkt mit 9:15.
 
 


 
Die Steigerung zum Spiel in Langenthal war sicherlich vorhanden. Leider fehlte es aber auch gestern an Konstanz - an der Konstanz mit welcher im Startspiel nie Zweifel über den Ausgang des Spiels aufkommen liessen. Gestern gab es ganz gute Phasen, aber dann eben auch wieder sehr instabile Abschnitte. Wir hoffen, dass sich die Liste unseres Lazaretts jetzt dann endlich etwas leert. Allerdings droht mit der Verletzung des Teamvätus weiteres Ungemach. Ein grosses Dankeschön geht an Dave Zimmermann, welcher uns gestern Abend den A... gerettet hat, sowie an dessen Freundin Nadine, welche Dave am eigentlich schon verplanten Abend ziehen liess!
 
 

Am Mittwoch, 23.11.22, treffen wir im Rahmen des Regio-Cups auf das 3. Liga-Team des VBC Münchenbuchsee. Wir hoffen möglichst mit vielen Spieler dort antreten zu können, um uns eine Runde weiter zu kämpfen. Am Samstag, 3.12.22 besuchen wir dann Volley Uni Bern im Studentenwohnheim zu Neufeld anlässlich der Meisterschaft.

 

 

 

VOPAP H2 vs. MS Lerbermatt 2:3 (24:26 / 27:25 / 25:22 / 19:25 / 9:15)

 

Für VOPAP spielten:

Jan Baggiolini; Dave Zimmermann; Dennie Schulz; Joel Perret; Philipp Gerber; Patrick Salonen (Captain); Joel Schöni (Libero)

 

es fehlten: Jan Winkelmann (verletzt); Raphael Küng (verletzt); Benedikt Hermann (krank); Florian Bachmann (verletzt); Sebastian Cavin (Ausland)

 

Coach: Schulz