, Volley Hollywood Papiermühle H2

Sieg nach Startschwierigkeiten in Thun!

Nach einem schwachen Start in Thun können die VOPAP-Zweitligisten das Spiel schliesslich doch noch zu ihren Gunsten drehen, und ergattern mit einem 3:1-Sieg (18:25; 25:7; 25:13; 25:23) weitere drei Punkte.

Wer bei der Reise ins Berner Oberland auf etwas Sonne hoffte, wurde enttäuscht. Nebel und eine unangenehme Kälte auch in Thun. Somit war die nach Holz riechende, heimelige Spielstätte der Thuner genau richtig. Wir mussten nach wie vor auf den verletzten Berisha verzichten, und auch Schöni konnte sich seiner Grippe noch nicht vollständig entledigen. Mit Baumann durften wir wieder auf Unterstützung aus dem Herren 4-Team zählen.
 
In Thun angekommen, sahen wir wie unser Herren 3-Team das Heimteam in einem 5-Satz-Krimi niederrang. Ein gutes Omen für unser Spiel? Etwas überrascht sahen wir die sieben Spieler des Heimteams – dies da sich das Team auf der Homepage zahlreich präsentiert, und das Bild eher an eine Eishockey-Mannschaft erinnert was die Anzahl Spieler betrifft. Wir wollten uns auf unsere Stärken konzentrieren, und vor allem die in den letzten Trainings vielfach angesprochene Genauigkeit in unserem Spiel pflegen. Wie sagt man so schön? «Immer wenn der Mensch anfängt seine Zukunft zu planen, fällt im Hintergrund das Schicksal lachend vom Stuhl». Kurz und bündig – wir waren noch nicht im Spiel drin, was sich auf unsere Genauigkeit und das Punkte-Konto negativ auswirkte. Mit 18:25 mussten wir den ersten Satz diskussionslos dem Heimteam überlassen.
 
Auf der Aussenposition sah Coach Brütsch Handlungsbedarf und wechselte mit Captain Weber (für Gunesh) und Baggiolini (für Schopfer) neue Kräfte ein. Der Thuner in unseren Reihen dachte sich wohl, dass er die 200m Fussweg nicht umsonst auf sich genommen hat, und legte am Service gleich richtig los. Als Salonen den Service ins Aus schlug lagen wir mit 8:0 vorne, und beide gegnerischen Timeouts waren schon aufgebraucht. Ein Sideout später sah sich Baggiolini durch die Serviceserie herausgefordert, und servierte fortan nicht weniger spektakulär eine weitere Serie, welche uns mit 16:1 in Front brachte. Brütsch warnte in den Timeouts zu recht davor, dass wir bis anhin noch nicht wirklich gespielt haben in diesem Satz. Glücklicherweise waren wir aber auch als Thun sich etwas fangen konnte auf der Höhe, so dass wir den Satz sehr klar mit 25:7 zu unseren Gunsten entscheiden konnten.
 
Somit reagierten wir optimal auf den verschlafenen ersten Satz. Es stand aber erst 1:1 und spannend wurde nun, welches Team das Zepter nun in die Hand nehmen würde. Das berühmte Momentum war sicherlich auf unserer Seite, aber dass sich das Heimteam noch einmal so vorführen lassen würde war nicht zu erwarten. Der Satz begann dann auch ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für uns – nicht zuletzt auch durch immer wieder starke Services. So war es auch eine weitere Serviceserie, welche uns vom 13:9 zum 18:9 davonziehen liess. Unser Sideout-Spiel funktionierte weitgehend gut, und so konnten einige spektakuläre Bälle über die die Mitte gespielt werden. Wir verwalteten auch in diesem Satz den Vorsprung routiniert über die Ziellinie. Mit 25:13 waren wir in diesem Satz nie in Gefahr den Spielabschnitt abgeben zu müssen.
 
Mit Hnatyshyn (Pass), Gunesh und Schopfer (Aussen) wechselte Brütsch für den vierten Satz frische Kräfte ein. Es entwickelte sich ein munteres Spiel mit einigen spektakulären Aktionen. Wir spielten weiter druckvoll am Service und weitgehend fehlerfrei im Sideout, was uns bald einen 5-Punkte-Vorsprung einbrachte. Mit dem Punktepolster im Rücken liess es sich entspannter spielen. Baumgartner fand dann in einem harten Angriffsschlag, welcher den Gemeindeboden von Thun wohl nie berührt hat, eine Blockberührung. Da der Ball wohl immer noch fliegt – bitte, wenn gelandet, zurück in die Schadauhalle in Thun bringen! Wir führten vorentscheidend mit 24:18 als unserer Jungmannschaft plötzlich die Nerven zu flattern begannen. Mit bisher ungesehenen Eigenfehlern, und aber auch fehlender Überzeugung im Angriff verteilten kurz vor Weihnachten grosszügig Geschenke. Glücklicherweise gelang uns dann das erlösende Sideout doch noch. Allerdings wurde der Satz mit 25:23 unnötig knapp gewonnen.
 
Abgesehen vom Beginn und dem Schlussteil des Spiels dürfen wir mit unserer Leistung durchaus zufrieden sein. Wir konnten schnell auf den ersten Satz reagieren, und liessen dann mit Ausnahme der letzten paar Punkte auch nicht locker. 
 
 
Somit ist die Vorrunde für uns abgeschlossen. Mit 19 Punkten aus 9 Spielen sind wir in den Top-4 der Tabelle zu finden. Weiter geht es am 10. Januar 2026 um 15:30 Uhr in Münchenbuchsee gegen den Aufsteiger.

 

 

VBC Thun vs. VOPAP H2 1:3 (25:18 / 7:25 / 13:25 / 23:25)

 

Für VOPAP spielten:

Martin Weber (Captain); Marco Schopfer; Jan Baggiolini; Abdulrauf Gunesh; Damian Baumgartner; Jari Baumann; Philipp Gerber; Jan Winkelmann; Ruslan Hnatyschin; Patrick Salonen; Levi Martin (Libero)

es fehlten: Liridon Berisha (verletzt); Laurent Etienne (NLB); Joel Schöni (krank) 

 

Coach: Laurent Brütsch