, Samuel Guéra

Matchbericht Vopap NLB: Basel und Zürich (Cup) zuhause

Das Herren NLB-Team kam dem Black-Friday von diesem Freitag eine Woche zuvor und zog ein schwarzes Wochenende – ein Black-Weekend – ein. Rabatt gab es auch keinen – zumindest nicht auf Punkte; ausser man versteht das Wort ursprünglich, wo Rabatt von französisch rabattre, niederschlagen, kommt – und diesen Rabatt gabs gleich doppelt.

Zuerst wurden wir am Samstag von den Traktoren aus Basel plattgewalzt. Das junge Team unterstrich seine NLA-Ambitionen eindrücklich. Besonders in den entscheidenden Phasen des Spieles waren sie stärker, was gegen ein erfahrenes Vopap doch eine bemerkenswerte Leistung war. Uns muss es hingegen jucken, dass wir besonders keinen der beiden ersten, knappen Sätze gewinnen konnten. Im Dritten hingegen hatten sie uns den Schneid wohl abgekauft.

Am Sonntag gab es auch gegen Voléro Zürich im Cup eine Niederlage. Zu Beginn des Spiels setzte Coach Hauri auf seinen Cup-Passeur Scheidegger und Weber auf Aussen. Die Zürcher, bis jetzt noch ungeschlagen in der Ostgruppe NLB, blieben im Flow und liessen uns keine Chance. Die ersten zwei Sätze gingen deutlich verloren.

Im Dritten, unterdessen mit Bürgi auf dem Pass und Stadelmann auf Aussen, wurde es so richtig eng. Voléro hatte bei 24:23 noch Matchball, hauten aber das Service ins Netz, was wir wiederum viel besser machten: Mänu Schmid, extra fürs Service eingewechselt, servierte ein fast lupenreines Ass zum 25:24; sein nächstes Service kam gleich zurück, konnte von uns locker verteidigt werden und Stadelmann vollstreckte – zwar mit einer Finte – aber immerhin mühelos.

Im Vierten war es dann genau umgekehrt; bei 24:22 hatten wir Satzball und verhauten ebenso das Service. Auch den zweiten Satzball verschenkten wir durch einen einfachen Fehler. Bei 24:25 hatte Zürich erneut Matchball und es wurde dramatisch. Nicht einmal, nein, zweimal konnte der überragende Voléro-Libero einen Smash von Kissling spektakulär verteidigen; mit viel Blockarbeit und etwas Glück konnten wir trotzdem ausgleichen. Genauso verrückt ging es bei 26:25 bei Satzball für uns weiter. Voléro konnte das Service nicht gut abnehmen, spielte einen Gratisball zurück, wir spielten den Gratisball auch gleich wieder zurück und im Gewusel am Netz fiel der Ball dann auf die richtige Seite – vermutlich hat Bürgi zum zweiten Mal gezaubert (ihm war ja bereits ein Ibra-Kick-Punkt gelungen).

Dies ist also die Geschichte, wie wir nach einem 0:2 Rückstand ein Tie-Break gegen Voléro Zürich im Cup erzwingen konnten. Die Berichterstattung endet hier. Es hat noch Platz unten dran – du, werter Leser, kannst dir dein eigenes Ende dieses Märchens schreiben. Vielleicht eines mit Happy End. Ich hätte nichts dagegen. Unser Ende war weniger Märchen, eher Drama in 5 Akten, klassisch halt, passend zum Black-Weekend, mit der Katastrophe zum Schluss.

 

 

 

 

 

Nun gut, was machen, wenns nicht geklappt hat – mein Vorschlag: es wieder versuchen, und zwar am Samstag zuhause, 17:00, gegen Oberdiessbach. Wir freuen uns über jeden Zuschauer.

Matchblatt Basel

Matchblatt Cup Zürich